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  Brokstedt 010512
 


So hatten wir uns das dann eher nicht vorgestellt!

(Brokstedt 01.05.12)


Was hatten wir auf diesen Tag hingefiebert. Endlich ging es los! Die Vorzeichen standen gut, hatten wir nicht eine Freikarte beim Quiz des MSC Brokstedt gewonnen.

Unser Banner sollte heute auch seine Premiere feiern. Und es musste gleich den doch recht windigen Bedingungen stand halten. Ging aber alles gut.

Der ganze Tag sollte dem MSC gehören.

Pünktlich um 09.30 Uhr waren wir auf dem Holsteinring. Ein Platz in der Fahrerlagerkurve war uns daher sicher. Und so konnten wir unseren „Kommandostand“ aufbauen. Passte alles. Und das Banner sieht einfach geil aus!

Ob sich das Stadion heute ähnlich füllen sollte, wie im letzten Jahr, als Lotto King Karl den Ring rockte? Mal sehen, es war jedenfalls stetiger Zulauf zu verspüren.

Los ging es mit den Junioren. Hierbei zeigte sich, dass die Grosser-Mädels den Jungs durchaus Paroli bieten können. Pitzi gewann alle ihre Läufe souverän, sogar trotz einer Strafversetzung um 15 m nach hinten nach einem Startfehler. Und Jenni bot Niels-Oliver Wessel die Stirn, konnte ihn aber letztlich nicht halten.

Der Sturz von Kevin Lück blieb zum Glück folgenlos, so dass es der einzige Rettungswageneinsatz am heutigen Tage bleiben sollte. Nach kurzer Behandlung vom Rennarzt wurde noch auf der Bahn wieder entlassen.

Bei den 250er Junioren hatte Jeremy Cipinsky heute alle Trümpfe in der Hand. Als fleißiger Punktesammler gewann er heute.

Allerdings sei hier erwähnt, dass sein größter Konkurrent Arslan Fayzulin sich selbst schlug. Wenn er ins Ziel kam, war der Abstand zum zweiten doch gewaltig. Allerdings legte er sich zweimal auf die Bahn. Einmal überdrehte er in der 2. Kurve (elegant war sein Abgang aber trotzdem noch) und zwei Läufe später legte er einen Cowboystart hin. Hier wächst echt ein Talent heran, dessen Fahrstil schon sehr elegant ist. Interessant wäre ein Duell mit Lukas Fienhage gewesen, der aber leider verletzt aussetzen musste.

Trotzdem Glückwunsch Jeremy zu heutigen Sieg. 

Dann war auch schon fast Mittagspause. 

Noch kurz ein Training der BL-Mannschaften (man einigte sich auf nur ein 3-minütiges Training), bei dem sich schon andeutete, dass Stralsund mit Rückenwind angereist war. Sie wirkten verdammt schnell auf der neuen Bahn im Holsteinring.

Das Stadion füllte sich auch langsam.

 

Dann war Fahrervorstellung und der 1. Höhepunkt des Tages:

Klaus Witt, die Stimme des Bahnsports, wurde würdig verabschiedet. In einem schicken Mercedes-Oldtimer wurde er abgeholt und drehte eine Ehrenrunde unter dem Beifall des Publikums.

Ein Präsentkorb, ein Blumenstrauss für deine Frau Ulla und einen Ehrenplatz auf Lebenszeit auf der Haupttribüne erhielt er als Anerkennung seines Schaffens auf den Rennbahnen des Nordens.

Sichtlich gerührt, brachte Klaus Witt nicht mehr als ein „Danke“ über die Lippen.

Schubi und York Lange von Radio RSH traten ein schweres Erbe an, machten ihre Sache aber sehr gut.

Nach der Verabschiedung gab es noch Freibier für die Stralsunder Fans, ausgegeben von den Brokstedter Fans. Nette Geste! Nachahmung wird empfohlen.

So und nun endlich der 1. Wertungslauf.

 

Mittlerweile war es echt voll geworden auf den Rängen. 3800 Zuschauer gaben dem Saisonauftakt einen würdigen Rahmen.

Die Hoffnung auf einen Triumph der Wikinger hielt aber leider nicht sehr lange. Matten, Katti, Mads Korneliussen, Tobi Kroner und Kevin Wölbert mussten wirklich kämpfen. Aber die Stralsunder mit ihrer Dänisch/polnischen Verstärkung und einem bärenstarken Tobi Busch waren einfach stärker.

Die neu präparierte Bahn erwies doch als relativ glatt und bot wenig Grip, was den Stralsundern eher in die Karten spielte als den Wikingern. So lies die Bahn eigentlich auch nur eine Linie zu. Innen musste man bleiben, ansonsten nutzten die Nordsterne jede sich bietende Gelegenheit und stachen in die Lücke und zogen vorbei.

Das musste Kevin Wölbert auch erleben, als er in die Doppelzange von Tobiasz Musielak und Mikkel B.Jensen genommen wurde. Bemerkenswert war aber die Leistung unseres Kapitäns, Matten Kröger. Er wehrte sich mit aller Macht gegen die Niederlage und war wie immer ein großes Vorbild an Kampfkraft und Einsatzwillen.

Überhaupt nicht gut zurecht kam der Catman, hätte er sich doch mehr Grip gewünscht. Im 1. Lauf noch 2 Punkte geholt, dann zwei eher schlechte Starts und dann kam noch Pech hinzu, als ihm nach einem Schlag die Kette absprang.

 

Nach dem gesetzten Joker, den Mads und Tobi voll ausnutzten, 8:1, keimte noch mal Hoffnung auf, aber Stralsund fuhr seine Punkte weiter ein.

 

Jesper B. Monberg und Mikkel B. Jensen steuerten einen erheblichen Anteil zum Erfolg bei. Fast unglaublich die Leistung von Mikkel , der erst seit einem Jahr fahren soll. Granate! Was für ein Talent!

 

Am Ende lagen 9 Punkte zwischen den beiden Teams.

Man muss neidlos anerkennen: 

Der Ostwind aus Stralsund wehte die Wikinger vom Holsteinring. 

Egal, dann holen wir die Punkte eben woanders.

 


 

Trotzdem war es ein gelungener Tag für den Bahnsport.

Die Hütte war voll, es gab guten Speedwaysport, das Wetter spielte mit, das Bier schmeckte, die Fischbrötchen auch, also ist Wiederkommen Pflicht.

 

Glückwunsch MSC Brokstedt, ihr seid auf dem richtigen Weg. 

Ohne Lotto ebenso viele Zuschauer, und das nur wegen der Stahlschuhartisten!!!

 

Es kann also nicht alles schlecht gewesen sein in der Vorbereitung auf die Saison

Ach ja, zum Glück hat Klaus Witt seine Tonbänder aus der Zeit von Amadeus Liszt mitgenommen. Fetzige Musik passte einfach besser zum Rennsport. Es wird alles mehr zum Event.


Bitte macht weiter so.

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