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  Scheeßel 26.08.12
 
Schlammpackung in Scheeßel
26.08.12
Die Katze experimentiert ein wenig, gewinnt aber das Super-Finale!


Den Anfang unserer Berichte kennt man langsam. Ich kam wieder aus dem Nachtdienst...nur 1 Stunde geschlafen, Regen war angesagt...egal! Nachdem wir den grandiosen Sieg unseres Meisters in Eenrum nicht mitverfolgen konnten, mussten wir einfach nach Scheeßel.Die Stimmbänder waren geölt, der Streitwagen voll mit vielen netten Sachen, was sollte also passieren?

Ich hatte unter der Woche noch das Vergnügen einen schönen Abend bei Katti zu verbringen. Dennis hatte kurzerhand nach dem Sieg in Eenrum eine Überrschungsparty im Hause Katt organisiert. Ein netter Abend und ein sichtlich erfreuter Catman waren Grund genug, schnell mal hin zu fahren. ...und #30 a fand es auch sehr nett!


Also Scheeßel!

Unsere Mannschaft war wieder in gewohnter Stärke anwesend. Und unser Fan-Banner leistet ganze Arbeit. Wo wir sind ist was los! Egal, wie schlecht das Wetter ist, wie lange ein Rennen dauert, hier wird nicht gemeckert, hier wird selbst aus so einer Situation noch was gemacht. Das dachten sich scheinbar auch die Nachwuchs "Wayne Gretzkys" aus dem Hauses Katt, die wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, das Banner gesehen hatten und schnurstracks Maß nahmen und sich bei uns platzierten. Papa und Mama im Schlepptau. Cool.

So, Rennen wurden auch noch gefahren.

Beim Bahnrekord merkten wir schon, dass der Riss in Kattis Maschine nicht wirklich vorhanden war. Er wurde demnach auch nur 5. von 5. Hier zeigte Ricki Janoschka allen noch mal, wo der Hammer hängt. Er gewann den Bahnrekord. Am Ende bekam er noch die Wildcard für den GP in Vechta, eine schöne Auszeichnung für seine Leistung.


In den Vorläufen gab Appe Mustonen den Ton an, rasend schnell unterwegs mit den Egon Müller Aggregaten. Man merkte, dass die Power bei Katti fehlte. Wie er uns allen dann erklärte, fand man den Fehler nicht wirklich, auch ein kompletter Umbau des Motorrades brachte nicht, den gewünschten Erfolg, das letzte bisschen Dampf fehlte. Bemerkenswert fand ich, dass sich die Fahrer untereinander auch in solchen Situationen unterstützen. So schraubte Immel Schramm gemeinsam mit Öse an der Maschine rum.

Appe gewann damit auch die Gruppe A der I-Solo vor Katti und Ricki.


Die Gruppe B gewann Joel Nyström vor Keijo Bünning und Nadine Frenk!

Diese drei und Dirk Fabriek, Jeffrey Woortman und Richard Wolf bestritten dann den Entscheidunglauf um das Super-Finale.

Hier hatte Keijo Bünning leider Pech. Nachdem er schon im letzten Vorlauf ausgefallen war, streikte auch sein zweites Bike bereits am Start. Wirklich sehr schade und sicherlich enttäuschend für ihn vor heimischem Publikum.

Joel Nyström, Jeffrey Woortman und Dirk Fabriek zogen ins Super-Finale ein.


Hier stieg Katti jetzt auf sein zweites Bike und zeigte allen, wo zur Zeit die Latte hängt, wenn man den Grasbahn-Europameister schlagen will. Das Ding hatte einen ganz anderen Zug und ging ab wie Zäpfchen, er konnte klar und deutlich gewinnen.


Bei den B-Solisten setzte sich Tom Lamek wieder einmal durch. Gegen den bärenstarken Raymon Woortman und den im Finale wegen eine Verletzung am Bein ausgefallenen Markus Eibl gewann er souverän.

Das spektakulärste Rennen gewann er auch. Als wenn das hochschnellende Startband die Himmelpforten im selben Moment öffnen ließ, rollte Tom zum Sieg im letzten Vorlauf. Aus meiner Sicht und zur Sicherheit der Rennfahrer hätte man diesen Lauf abbrechen sollen. Wir Zuschauer konnten die Fahrer auf der Bahn kaum sehen so stark regnete es. Unglaublich, dass sich kein Fahrer auf die Nase gelegt hat.

Dieser Regenschauer hatte es wirklich in sich. Die Bahn stand komplett unter Wasser. Wir befürchtetn natürlich gleich wieder, dass es jetzt zu Ende wäre mit Rennen. Aber Katti sagte gleich, alles kein Problem, geht gleich weiter...und tatsächlich, eine doch recht lange Pause, ein Bahndienst und weiter gings. Diese Bahn kann wirklich Wasser vertragen. Am Ende staubte es sogar wieder ein wenig, nicht zu fassen.

Nach Wiederaufnahme des Rennbetriebs mussten doch einige feststellen, dass eine Schlammpackung auf dem Bahnmotorrad nicht wirklich schön ist. Der ohnehin tiefe Eichenring war nach dem Regen so weich, dass ein Strahl dazu führte, dass die Kombis nun zentimeterdick mit der roten Erde überzogen waren. Dirk Fabriek und Jeffrey Woortman sahen aus mit Matschmellows.


Am Ende bleibt noch zu erwähnen, dass der Altmeister Karl Keil seinen Kontrahenten keine Chance ließ in der Seitenwagenklasse. Wäre er nicht mit einem technischen Defekt im ersten Lauf hinter Marco Hundsrucker/Nicole Balz zurückgefallen, hätte er heute mit seiner Co-Pilotin Berit Tralau ein lupenreines Maximum hingelegt, so überlegen fuhr er hier. Zweite wurden Hundrucker/Balz vor Kreuzmayr/Schädler.


Für viele ein Grund, die Veranstaltung vorzeitig zu verlassen, war der Wolkenbruch zur Hälfte des Renntages. Bei uns wurden alle Reserven mobilisiert, es wurde eine Regenschirmburg gebaut und weiter gings. Alle klitschenass, hart ist das Bahnsportleben.


Unfreiwillig zum Brüller wurde unsere Tröte, die im Regen abgesoffen war und beim nächsten Einsatz Töne von sich gab, die einer mit Odol gurgelnden Wildgans ähnelten. Aber das macht es doch aus. Das sind die Momente, die hängen bleiben.


Und noch was blieb uns in Erinnerung. Stephan Katt gewann den NBM Lauf und übergab der NC den Siegerpokal, als Anerkennung für unser treues Fandasein. Eine tolle Geste und der Pokal hat schon einen Ehrenplatz gefunden. Vielen Dank Katti. Uns bedeutet das ne ganze Menge, wir stehen voll hinter ihm und hatten auch absolutes Verständnis für das Experiment mit der Maschine am heutigen Tage. Das große Ziel Titelverteidigung in Pfarrkirchen hatte einfach Vorrang, die Tests waren erforderlich. Der neue Motor lief einfach nicht.


#30
 
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